Deutschland im Prinzip Kehrtwende: Salto mortale rückwärts und Salto mortale vorwärts Häh, ist das denn nun der Fortschritt? Kennen Sie sich auch nicht mehr aus, schütteln jeden Tag mindestens zwei Mal den Kopf und denken „Häh, ist das denn nun der Fortschritt"? · Siebzig Jahre Pazifismus und dann so viel Vertrauen in den Militarismus? · Sieben Jahrzehnte – ok, vielleicht auch nur fünf – Erziehung zum kritischen mündigen Staatsbürger und dann: Alternativlosigkeit! Wir! Konsens! Kollektiv statt Individuum? · Und bei jedem neuen Konflikt? Schon einige Jahre ist es zu beobachten – wer heute noch Freund, kann morgen schon ein Feind sein. Wir wechseln in immer kürzeren Abständen unsere Überzeugungen, wie das Hemd. Wie wär’s - auch in schwierigen Zeiten - mit ein bisschen mehr Ausgeglichenheit, in Form von ... gesundem Menschen...
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Über „wahre“ Ideologien und „richtige“ Haltungen Ehemann Nummer 1 erläutert seiner Ehefrau, wie ernst es ihm mit der Gleichberechtigung der Frauen ist. Dann verprügelt er sie. Ehemann Nummer 2 erklärt seiner Ehefrau, dass Frauen Menschen zweiter Klasse sind. Dann verprügelt er sie. Gibt es einen Unterschied für die Misshandelten, weil Nummer 1 vor dem Prügeln die „richtige“ Haltung geäußert hat? Totalitarismus von rechts und von links Der Nationalsozialismus war rassistisch, unterteilte Menschen in Herrenmenschen (Arier) und Menschen zweiter Klasse (Juden, Slawen). Hitler führte einen Angriffskrieg gegen Russland, 20 Millionen Russen kamen ums Leben. 6 Millionen Juden fielen dem Terror zum Opfer. Der Kommunismus ist eine „schöne“ Ideologie, mit einem idealistischen Menschenbild. Der Mensch ist sozial (nicht egoistisch), alle Menschen sollen gleich sein (also zum Beispiel nicht nach ihrer Leistung bezahlt werden usw.), die Welt ist Eine Welt, in der alles gerecht ist: En...
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Frankfurter Buchmesse naht:Vorsicht – Buch? Bald ist es soweit - in Frankfurt werden sie wieder vorgestellt: Bücher, die Gedanken nicht nur in 200 Zeichen anreißen, sondern bis zu ihren Wurzeln, Verästelungen und Konsequenzen verfolgen. Ihr Lesen ist unverzichtbar für die Entwicklung des menschlichen Geistes, wie Wissenschaftler meinen. Das Potential von Büchern bezeugt die Geschichte: Deshalb – wurden sie auf den Index gesetzt, (katholische Kirche), sie wurden verboten, verbrannt, zensiert (in den zahllosen Diktaturen) und wenn man sie nicht verhindern konnte, beschimpfte und diskreditierte man Inhalte und Autoren. Bücher, die Länder oder gar die Welt erschütterten , gibt es eine ganze Menge, zum Beispiel: · Luthers Bibelübersetzung führte indirekt – zu den Bauernkriegen und dem Dreißigjährigen Krieg. · Das Kapital von Karl Marx revolutionierte weltweit politische Syste...
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Pasteten-Sozialisten und Ankündigungs-Weltmeister Wer schon ein bisschen älter ist, kennt den Namen noch, für Leute, die links reden und rechts leben. Da gab es zum Beispiel diesen Kultusminister, der für die flächendeckende integrative Einheits-Gesamtschule eintrat, aber seine eigenen vier Kinder auf ein Elite-Internat schickte. Pasteten-Sozialist eben. Sagen und tun Auch Jean-Jacques Rousseau, der berühmte Philosoph, liefert ein eindringliches Beispiel. „In seinem Erziehungsroman Émile , 1762 erschienen und bis zum heutigen Tage der berühmteste Erziehungsratgeber der Weltliteratur, gesteht der Verfasser Kindern zum ersten Mal eine lange und unbeschwerte Kindheit zu. Er sieht sie als eigenständige Persönlichkeiten, die auf ihre Weise denken und empfinden.“ [1] Seine eigenen fünf Kinder allerdings gibt er ins Waisenhaus, damals fast der sichere Weg in den frühen Tod. „Die allgemeine Kindersterblichkeit (im Zeitalter des Absolutismus, d. Verf.) war hoch, jedes fünfte, zuhause...
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P wie Plutokratie - P wie Philanthropie Bereits die Antike kennt den Begriff Plutokratie : die Herrschaft des Geldes Geld und Macht Es gibt zahlreiche Sprichwörter, die sich mit der Rolle des Geldes auseinandersetzen. Vom römischen Pecunia non olet , Geld stinkt nicht [1] bis zu Geld regiert die Welt [2] sind zwei Jahrtausende vergangen, die vielfältigen Aussagen über die Rolle des Geldes seitdem wie Wes Brot ich ess, des Lied ich sing und viele mehr lassen sich nach wie vor bejahen. Sollte die Gesellschaft tätig werden? Gleichheit von Einkommen und Vermögen – Versuche, dieses Ziel umzusetzen, gab es, mit sehr zweifelhaftem Erfolg. Bereits Lenin musste von „Jedem nach seinen Bedürfnissen“ abrücken. Nach siebzig Jahren Kommunismus im Ostblock gibt es dort die unermesslich reichen Oligarchen , im Westen die unermesslich reichen Philanthropen wie Warren Buffett, Bill Gates oder George Soros, um nur einige zu nennen. Und hie wie dort nehmen sie mit ihrem Geld Einfl...