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  Beispielhaft und durchaus subjektiv: Ein Blick auf die Mentalitäten in der Arbeits- und Lernwelt ·          Null-Fehler-Mentalität versus Hands-on-Mentalität? Eine Aufgabe gründlich durchdringen, mögliche Problembereiche identifizieren und in den jeweiligen Lösungen umgehen, sorgfältig designen. Nun ja, ein bisschen länger dauert das. Stattdessen – einfach schnell mal machen? Spontan aktiv werden, großzügig die Fakten werten, nicht als Erbsenzähler? Gefahr: Quacksalberei. ·          Fortschrittlichkeit Nicht in alten Routinen verharren, frischen Wind in alle Ecken blasen? Schauen wir in die Lernwelt Schule! Was gab und gibt es nicht alles an Neuerungen! Mengenlehre, Schreiben nach Gehör, Digitalisierung des Unterrichts schon in der Grundschule [1] , die Hinterfragung der Autorität des Lehrers, hin zum Freund von gleich zu gleich, vom Wissens-Vermittler hin zum Moderator des Lernprozesses, ...
  Mentalitätswandel in Deutschland Hat sich die Mentalität der Deutschen geändert? Wir haben es mit einem „gravierenden Wertewandel seit Beginn des 21. Jahrhunderts “ [1] zu tun. Die Bundeszentrale für Politische Bildung konstatiert sogar schon für die Zeit nach den 1980er Jahren so starke Veränderungen, dass man kaum noch von einer „deutschen Kultur“ sprechen könne [2] . Die Zuwanderung aus anderen Sprachen und Kulturen durch die Migration ist einer der Gründe, der die kulturelle Prägung durch gleiche Sprache und gemeinsame Herkunft hat in den Hintergrund treten lassen. Europäisierung und Globalisierung, die Priorisierung von Weltoffenheit gegenüber der Betonung des Nationalgefühls und vieles mehr aus dem öffentlichen Diskurs, haben das Ihre dazu beigetragen. Hat sich neben den Veränderungen in der Gesellschaft auch der Bereich von Lern- und Arbeitswelt gewandelt? Die Mentalität der Deutschen früher [3] , ihre sprichwörtlichen Tugenden wie Fleiß, Organisiertheit, Gr...
  Mentalität und Staat Mentalität ist die Summe aller „Haltungen, Wertorientierungen und Vor-Einstellungen“, die den Handelnden und seine Handlungen motiviert, formt und beeinflusst. [1] Das macht sie zum Objekt der Begierde für die Politik. Das chinesische Beispiel In China – und weltweit konnten sich von alters her die Alten auf Ehrerbietung verlassen. Mao Zedong wollte das Traditionelle ändern. „Er entfesselte die Kulturrevolution, um die ‚revisionistischen Kräfte‘ zu entfernen … Ziel war, in China Neues zu schaffen und den Staat von Altem zu befreien: die alten Denkweisen, die alten Kulturen, die alten Gewohnheiten und die alten Sitten – die Vier Alten – zu zerstören. … Sehr bald (allerdings verfielen) Teile Chinas … in einen Bürgerkriegs-ähnlichen Zustand. Als 1967, nach gut einem Jahr Revolution, die Kommunistische Partei unter Mao die Rückkehr der Schüler und Studenten (die als Rote Garden die Träger der Revolution gewesen waren) anordnete, gelang dies zunächst n...