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  Mentalität und Staat Mentalität ist die Summe aller „Haltungen, Wertorientierungen und Vor-Einstellungen“, die den Handelnden und seine Handlungen motiviert, formt und beeinflusst. [1] Das macht sie zum Objekt der Begierde für die Politik. Das chinesische Beispiel In China – und weltweit konnten sich von alters her die Alten auf Ehrerbietung verlassen. Mao Zedong wollte das Traditionelle ändern. „Er entfesselte die Kulturrevolution, um die ‚revisionistischen Kräfte‘ zu entfernen … Ziel war, in China Neues zu schaffen und den Staat von Altem zu befreien: die alten Denkweisen, die alten Kulturen, die alten Gewohnheiten und die alten Sitten – die Vier Alten – zu zerstören. … Sehr bald (allerdings verfielen) Teile Chinas … in einen Bürgerkriegs-ähnlichen Zustand. Als 1967, nach gut einem Jahr Revolution, die Kommunistische Partei unter Mao die Rückkehr der Schüler und Studenten (die als Rote Garden die Träger der Revolution gewesen waren) anordnete, gelang dies zunächst n...
  Enhanced [1] Games und mehr: Verschwimmen die Grenzen des Menschseins? Aus den natürlichen Grenzen des menschlichen Daseins auszubrechen – dieser Wunsch hat die Menschheit immer bewegt. Denken wir an Dädalus und Ikarus: Der Traum vom Fliegen, Fliegen können! Wie die Grenzüberschreitung geendet ist, wissen wir: Dädalus‘ Sohn stürzt in den Tod, weil er sich mit seinen Flügeln im Übermut zu sehr der Sonne nähert und das Wachs, das die Vogelfedern zusammenhält, schmilzt. Eine wunderbare Metapher für menschliche Hybris. Mit Medikamenten oder Drogen/ drogenähnlichen Substanzen die körperliche Leistungsfähigkeit für Sportler erhöhen? Das ist – eigentlich – tabu. Doping ist verboten, führt zur Disqualifikation bei Wettkämpfen. Nicht so bei den „Enhanced Games“, wo solche Substanzen (und ansonsten verbotene Hilfsmittel) ausdrücklich erlaubt sind. Die ersten Spiele solcher Art fanden unter Beteiligung von 42 Sportlern und mit ausgelobten Siegprämien der Investoren Peter Thiel und Ch...
  Ein Revival der „Vaterlandsliebe“ ? Marx und Engels stellten 1848 im Kommunistischen Manifest fest, „die Arbeiter haben kein Vaterland“. Zwar sei der Kampf im nationalen Rahmen zu führen, „ der Inhalt (aber) sei international“. Die Weltrevolution ließ grüßen! [1] Der Begriff „Heimat“ war bei uns lange eher verpönt, klang nach Rückständigkeit, mangelnder Weltoffenheit. Europäische Identität statt deutschem Nationalstolz – so meinte man in den letzten Jahrzehnten einen verborgenen Lehrplan zur Erziehung der Bevölkerung erkennen zu können. Allerdings: Ideen und Ziele werden nicht selten schnell obsolet. Nun sollen die jungen Männer und Frauen wieder wehrpflichtig werden, im Kriegsfall ihr Leben für Deutschland hergeben.  Auch wenn Herr Söder fürs Wiederaufleben der Vaterlandsliebe nun regelmäßig die National- und die Bayernhymne ertönen lassen will [2] – die Kehrtwendung wird den jungen Leuten schwer zu vermitteln sein.     [1] https://www...