Nationalstaat und Wehr pflicht [1] Der Nationalstaat ist out? Das Renommée des Nationalstaates hat nicht erst im Zeichen zunehmender Globalisierung gelitten. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren viele der Überzeugung, die Existenz von Nationalstaaten sei die Ursache für kriegerische Auseinandersetzungen. So sollte das Projekt Europa die alten Rivalitäten auf dem europäischen Kontinent beenden. Ein simpler Gedanke hinter positiver Bewertung von großen Staatsgebilden bis hin zur Globalisierung: Befinden sich alle Menschen irgendwann in einem einzigen gemeinsamen Staat, bricht der Weltfrieden aus, es herrscht Zielharmonie, alle haben sich lieb! One World One world hat für viele Menschen und unterschiedliche Interessengruppen große Strahlkraft. Man denke an den One-World-Tower [2] auf dem Gelände des zerstörten World Trade Centers, der bis 2009 Freedom Tower heißen sollte [3] . Schon einige Jahrzehnte gibt es Bewegungen hin zur Überwindung der Nationalstaaten, hin zu s...
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Bürokratieabbau first. Bedenken second? Entbürokratisierung – dieses Mantra bestimmt schon eine ganze Zeit die politische Diskussion Schon beim vorherigen Aufreger, der Digitalisierung, bei der die Risiken aus dem Blick gerieten [1] , hat auch diese aktuelle Debatte eine Schlagseite. In der Diskussion über Entbürokratisierung wird oft vergessen, dass bürokratische Regelungen auch die schriftliche Niederlegung von Bürgerrechten, ohne Ansehen der Person, sind. Effektivität Klar – effektiver kann man agieren und regieren, wenn man sich kaum um Vorschriften kümmern muss. Nicht wenige schauen heute bewundernd nach China! [2] Von Lenin – vom utopischen Kommunisten zum autoritären Herrscher „gereift“ – ist der Ausspruch überliefert „Nichts ist so nützlich wie eine Diktatur.“ Ja, nützlich mag sie sein, wenn die Kriterien Effektivität, schnelles Agieren, radikale Veränderung sind. Effektivität mag das wichtigste Kriterium für die Wirtschaft [3] sein (der sinnvolls...