Geopolitik (I): Z. Brzezinski neu gelesen Die Ausbeutung anderer Staaten als Kolonien (Kolonialismus) beziehungsweise durch die Ausweitung des eigenen Herrschaftsbereiches auf andere Länder (Imperialismus) ist nach heutigem Verständnis moralisch-ethisch verpönt. Geopolitik [1] hingegen – eine Politik „für“ andere Nationen, weltweite Entscheidungen irgendwelcher Machtzentren für den Erdball, global governance – scheint in der öffentlichen Kommunikation, im Sprachgebrauch, zumindest teilweise, als etwas Normales zu gelten. Ist Geopolitik denn ethisch akzeptabel – oder wird da mit zweierlei Maß gemessen? Die Existenz von Geopolitik – globale (Welt)Politik über Ländergrenzen hinaus – an sich ist schon bemerkenswert. Weiß die Mehrheit der Bevölkerung(en) davon? Weg vom Nationalstaat? Dass in den letzten Jahrzehnten in Deutschland eine Bewegung weg vom Nationalstaat hin zu größeren Einheiten wie der EU offiziell gefördert wird (vom Staatenbund in der europäischen Union , wi...
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