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Posts mit dem Label "Nudging" werden angezeigt.
  Manipulation, Soft Power, Propaganda I:  J. Tögel, Neueste Manipulationstechniken als Waffengattung der NATO, Westend, 6. Aufl. 2023 Wissenschaftlich unterfütterte Manipulation und Propaganda sind ungefähr hundert Jahre alt und Sigmund Freud hat etwas damit zu tun; Edward Bernays war der Neffe des berühmten Psychiaters – und er hatte die Lektionen seines Onkels gut gelernt. In einem – zumindest nach außen hin – nicht autoritären System will/kann man die Bürger weniger zwingen . Trotzdem wünschen sich die Mächtigen, dass dieser Bürger genauso agiert und reagiert, wie sie es wollen oder für geboten halten. „Die Vielfalt an gut erforschten Techniken zur Beeinflussung der Menschen wurde im Laufe der letzten 120 Jahre immer weiter verfeinert und verbessert.“ (Tögel, J., a.a.O., S. 10) Die moderat-moderne Version für dieses Ziel der Beeinflussung ist das Nudging : kleine „Stupser“ (Nudges) sollen die zu erziehenden Bürger in die „richtige“ Richtung lenken. Propaganda u...
  Bevormundung statt Mündigkeit? oder Deutungshoheit statt Diskurs? Zeitlich begrenzte Macht [1] Wenn die Macht in einem Staate – zumindest auch – über Wahlen vergeben wird [2] , sind Anordnungen, Verfügungen, Gesetze nicht ewig, sondern nach der nächsten Wahl veränderbar. Während die Diktatur auf Zustimmung viel weniger angewiesen ist und vor allem auf Befehl und Gehorsam setzt [3] , müssen die nach Macht Strebenden in einer repräsentativen Demokratie zu anderen Hilfsmitteln greifen: Sie ziehen unterschiedliche Register der Beeinflussung, bedienen sich des Instrumentariums der Manipulation. Dank der Forschungsergebnisse der Psychologie sind diese vielfältig und leider auch äußerst effizient. Diskurs: Die bessere Idee gewinnt Setzten früher nicht die Regierung, die Parteien, der Staat auf Überzeugung durch die besseren Argumente in einem alle gesellschaftlichen Gruppen umfassenden freien, offenen und ehrlichen Diskurs ? Heute wird Nudging [4] ganz offiziell zur Beeinflu...
  Nudging in Sturm der Liebe – nein danke! Nachdem [1] ich an mehr als 237 Tagen wochentags eineinhalb Stunden bei Sturm der Liebe vor der Glotze verbracht habe, fiel gestern meine Entscheidung: Diese Serie werde ich mir nie mehr antun! Hören Sie, warum. Für Liebesgeschichten gab es schon immer ein interessiertes Publikum. Abaelard und Heloise im Roman de la Rose erhitzten bereits im 13. Jahrhundert die Gemüter, siebenhundert Jahre später verfielen vor allem Frauen bei Red Butler in Vom Winde verweht ins Träumen. Der neue Serienheld, der Waldmann (Förster) Florian Vogt in Sturm der Liebe hat nun gar nichts von Red Butler . Er ist ein politisch korrektes Geschöpf seiner Drehbuchautoren. Klimawandel-bewusst [2] , ausgestattet mit der richtigen Haltung gegenüber Frauen, immer ehrlich und ausnahmslos friedlich bis zur Selbstaufgabe. An seiner Seite die ebenfalls politisch-korrekte Maja von Thalheim, ebenso langweilig designt. Und diese beiden sollen nun als (Haupt-)Prot...