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  „ Woke capitalism, woke capitalists“ – geht das denn? Marx meinte: Nein! Er verachtete jene „aufgewachten“ Kapitalisten als Bourgeois-Sozialisten, die sich in der Wohltätigkeit und „gemeinwohlorientierten“ Überzeugungen tummeln, aber den Klassengegensatz zwischen Kapital und Arbeit nicht gedenken aufzuheben. Mit dem Wokismus als machtvollem, wenn nicht gar bestimmendem Politikgrundsatz, haben sich in den letzten drei Jahren Rene Pfister [1] , Alexander Wendt [2] sowie Susanne Schröter [3] kritisch auseinandergesetzt. „ Verletzung [4] ist ein Begriff, dem innerhalb der woken Ideologie eine Schlüsselrolle zukommt. Die Anwendungslogik ist schlicht. Eine Meinung, die als rassistisch, islamfeindlich, sexistische (o)der transphob interpretiert wird, soll Angehörige von Opfergruppen durch ihre pure Existenz verletzen und dadurch zu einer Beeinträchtigung ihres Sicherheitsgefühls führen. Verletzungsvorwürfe können eine desaströse Wirkung entfalten. Ungeachtet ihrer Validitä...
  Aus dem unerschrockenen Lese-Land: Über die woke Linke Susanne Schröter, Der neue Kulturkampf. Wie eine woke Linke Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft bedroht, Herder, Freiburg i. Breisgau 2024, S. 208  (Layoutveränderungen im Folgenden vom Blogger): ·          „Das intendierte Ziel der woken Linken [1] besteht in der Konstruktion einer neuen Wirklichkeit. ·        Um dieses Ziel zu erreichen, radiert man Unliebsames aus [2] , schreibt Literatur um [3] , schränkt die Wissenschaftsfreiheit ein und ·          überzieht die Republik mit einem dichten Netzwerk von Kontrolleuren und Zensoren.“   Ob Schröters Thesen zutreffend sind? Zumindest erregten sie heftigen Widerspruch.  Mit welchen Kampagnen die Ethnologieprofessorin aus Frankfurt sich konfrontiert sah, beschreibt sie in ihrem Buch.     [1] Woke heißt dem ursprünglichen W...