„Kriegswirtschaft und Wirtschaftswunder“? Kann man aus der Geschichte lernen? Rheinmetall will seine Belegschaft um 30000 Mitarbeiter erhöhen, die Wirtschaftsministerin erwähnt die Aufrüstung als Wirtschaftsfaktor. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/ruestung-aufschwung-100.html?utm_source=firefox-newtab-de-de „Die Rüstungsindustrie boomt, immer mehr bislang zivile Unternehmen steigen ein. Selbst die Outdoorbranche beliefert jetzt die Bundeswehr. Wie stark kann das die Konjunktur ankurbeln?“ „Rüstungskonzerne rechnen mit einem Milliardengeschäft.“ BDSV-Geschäftsführer Hans Christoph Atzpodien im gleichen Beitrag: „Sicherlich können wir nicht in Gänze auffangen, was in der Automobil- und Automobilzulieferindustrie an Arbeitsplätzen zur Disposition steht, aber sicherlich in einigen Bereichen." Nun werden der Aufrüstung nicht zum ersten Mal positive Wirkungen für Beschäftigung und Wohlstand zugeschrieben, wertneutra...
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Faschismus, Antifaschismus, Faschist (2): Wie kann man sie erkennen? Definitionen Definitionen, wie die vorstehenden, erlauben uns Orientierung im Dickicht gesellschaftspolitischer Vorstellungen. Deshalb – eignen sie sich hervorragend zur Einflussnahme, Instrumentalisierung und Manipulation. Begriffe erlauben Einordnung, aber auch Schubladendenken, sie sind sogar in der Lage, ganz neue (Straf-)Tatbestände zu generieren. Negativbeispiele für missbrauchte Definitionen gibt es viele. Verständlicherweise stammen sie oft aus Diktaturen. Negativbeispiele Der Volksschädling [1] Er wurde am 5.September 1939 durch die „Verordnung gegen Volksschädlinge“ geschaffen und zum Rechts begriff. Volksschädlinge waren zum Beispiel Wehrkraft- und Kriegswirtschafts-Zersetzer, Wirtschaftssaboteure, Deserteure und Volksverräter, wobei diese Konkretisierungen bereits auf den ersten Blick viel Spielraum für die Urteilenden ließen. Volksschädlinge konnten mit Zeitstrafen, S...
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Faschismus, Antifaschismus, Faschist (1): Was ist das? Faschistisch, faschistoid, Antifaschismus und Antifa – die Ableger des Begriffes sind vielfältig und in der gesellschaftlich-politischen Auseinandersetzung fast ständig präsent. Schimpft man jemanden einen Faschisten, nennt man ein Individuum oder eine Gruppe faschistisch oder auch nur faschistoid, so wertet man ab, man schreibt ihm/ihnen böse, verwerfliche Absichten zu. Nicht selten wird heute faschistisch oder faschistoid mit rechts (-populistisch, -extrem, -radikal) gleichgesetzt. Ausnahme sind u.a. die Wissenschaftler und Gruppen, die den Faschismus auch links verorten. Eigentlich ist der Faschismus eine historische Erscheinung . „… aus sozialrevolutionären Zusammenschlüssen … entwickelte sich Anfang der 1920er Jahre in Italien rasch eine Bewegung, deren Anhänger sich selbst als Faschisten bezeichneten und deren Symbol, das Rutenbündel (ital.: fascio), die Stärke und Überlegenheit des Bundes ...