Hypothetisch-spekulatives Denken[1]:                 Ist es Zeit für die Water Bucket Challenge?

Die Ice Bucket Challenge von 2014

„Die ALS Ice Bucket Challenge … (ALS Eiskübelherausforderung) war eine Online-Aktion im Sommer 2014. … Viele Prominente beteiligten sich an der Aktion. Bis Ende 2014 waren weltweit 200 Millionen US-Dollar gesammelt.“[2]

Die Water Bucket Challenge von 2026?

Wäre nach zwölf Jahren vielleicht der Zeitpunkt für eine Water Bucket Challenge, die noch viel mehr Nutzen eintragen könnte?

Dass es in Deutschland heißer und trockener geworden ist, sehen und erleben wir alle. Der Streit ging wohl auch nie um den Klimawandel an sich – wer wollte Eiszeiten oder das Trockenfallen der Sahara „leugnen“ – sondern um die Ursachen des beobachteten und erlebten Klimawandels. Natürlich ist es für jedermann, der überzeugt ist, dass das „anthropogene (menschengemachte) Klima“ beeinflusst oder gerettet werden kann, wichtig, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Von dieser Auseinandersetzung unabhängig könnten wir alle, zumindest jene, die auf dem Land leben und ein Stückchen Land ihr Eigen nennen, bereits jetzt etwas tun. Der Effekt wäre vermutlich nicht einmal geringfügig, so, wie das den ergriffenen Klimaschutzmaßnahmen aufgrund des 1,8%igen Anteils Deutschlands am weltweiten CO-2-Ausstoß nicht selten attestiert wird[3].

Direkter Trinkwasserverbrauch

Laut Umweltbundesamt und Statistischem Bundesamt nutzt jede Person in Deutschland im Durchschnitt etwa 126 Liter Trinkwasser pro Tag. Diese Menge umfasst Wasser aus dem Wasserhahn für:

  1. Körperpflege und Duschen
  2. Kochen und Zubereitung von Lebensmitteln
  3. Reinigung und Toilettenspülung  

Indirekter Wasserverbrauch (virtuelles Wasser)

1.       Neben dem direkten Trinkwasser wird für die Herstellung von Lebensmitteln, Kleidung und anderen Gütern ein erheblicher Teil des Wasserverbrauchs benötigt. Das Umweltbundesamt schätzt, dass etwa 7.200 Liter pro Person und Tag für diese indirekten Prozesse verbraucht werden.“[4] 

Das, was unsere Eltern und Großeltern aus Sparsamkeit getan haben, wäre vielleicht heute, in Zeiten von absehbarer Wasserknappheit, wieder angesagt: Wasser, wird, wo immer möglich, zwei- oder mehrfach benutzt. Die Eimer, die wir zum Gießen der Pflanzen im Garten verwenden, kommen von der Badewanne, der Spüle, dem Putzeimer. Sie werden sich summieren. Wer gut rechnen kann, sollte die Millionen Liter Wasser, die auf diese Weise täglich! gespart werden können, einmal – π mal Daumen – ausrechnen.

„Laut dem Mikrozensus 2025 des Statistischen Bundesamts gibt es in Deutschland rund 41,1 Mio. private Hauptwohnsitzhaushalte Statistisches Bundesamt+1.“[5]

Das Statistische Bundesamt unterscheidet in den Erhebungstabellen nicht explizit zwischen Stadt und Land. Laut Statista leben etwa 71% aller Einwohner Deutschland in Städten (oder deren Umland): Also immerhin 29% (und mehr aus dem Umland) leben auf dem Lande. Niedrig gerechnet könnten wohl mindestens die Hälfte von 12 Millionen Haushalten am Wassersparen teilnehmen. Bei 100 Litern pro Haushalt[6] wären das jeden Tag 600 Millionen Liter Wasser. Im Jahr?

Allerdings müsste sich ein Promi für die Idee erwärmen, sonst verläuft die Water Bucket-Challenge 2026 einfach im Sand …

 

 

 

 



[1] Eine der Miniaturen im zweiten Band von „Zurück ins Land der Duckmäuse. Lieber nicht!“ wird sich mit hypothetisch-spekulativem Denken beschäftigen; erscheint in Kürze bei BoD.

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/ALS_Ice_Bucket_Challenge

[3] „Deutschland verursacht laut Umweltbundesamt jährlich etwa 1,8 Prozent des Menschen-gemachten CO₂ in der Luft.“ https://www.br.de/nachrichten/wissen/faktenfuchs-so-viel-co-traegt-deutschland-zum-klimawandel-bei,TjuDfdE

[6] Eigentlich sogar pro Person!

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog