Ein Revival der „Vaterlandsliebe“?

Marx und Engels stellten 1848 im Kommunistischen Manifest fest, „die Arbeiter haben kein Vaterland“. Zwar sei der Kampf im nationalen Rahmen zu führen, „der Inhalt (aber) sei international“. Die Weltrevolution ließ grüßen![1]

Der Begriff „Heimat“ war bei uns lange eher verpönt, klang nach Rückständigkeit, mangelnder Weltoffenheit. Europäische Identität statt deutschem Nationalstolz – so meinte man in den letzten Jahrzehnten einen verborgenen Lehrplan zur Erziehung der Bevölkerung erkennen zu können.

Allerdings: Ideen und Ziele werden nicht selten schnell obsolet. Nun sollen die jungen Männer und Frauen wieder wehrpflichtig werden, im Kriegsfall ihr Leben für Deutschland hergeben. 

Auch wenn Herr Söder fürs Wiederaufleben der Vaterlandsliebe nun regelmäßig die National- und die Bayernhymne ertönen lassen will[2] – die Kehrtwendung wird den jungen Leuten schwer zu vermitteln sein.

 

 



[2] https://www.deutschlandfunk.de/soeder-csu-will-nationalhymnen-pflicht-an-schulen-rasch-umsetzen-100.html

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