Die Welt im Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk: langweilig, überraschend, realistisch? Man hat uns in den vergangenen Jahren vorexerziert, dass wir – auch als Erwachsene – einer immer-währenden Erziehung zur richtigen Haltung bedürfen. Haben sich die Eltern und Lehrer als Erziehungsinstanzen bei uns verabschiedet, übernehmen sogenannte Leitmedien und natürlich der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk nahtlos unsere politisch-korrekte Charakter-Bildung. Nun funktioniert Erziehung nicht zuletzt durch Vorbilder, auch in der virtuellen Realität. Dementsprechend scheinen heute die meisten Drehbücher verfasst. Ein politisch-korrekter, didaktisch wertvoller Kosmos entsteht? Solche Welten haben allerdings oft den Nachteil, dass sie langweilig sind. Der Zuschauer erkennt die Absicht, drückt den Knopf, verabschiedet sich. Abstimmung mit dem Button, Chance auf Beeinflussung verpasst! Nord, Nord, Mord präsentierte am Montag im ZDF seinen neu erfundenen Kosmos. Der war nicht langweilig; ehe...
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Zum neuen Jahr - Wie soll's denn nun weitergeh'n: Kaputten oder Konservieren? Ist Alles neu per se der Fortschritt, ist Wandel ein Selbstzweck, ist Transformation etwas Gutes? Nein, wenn das Alte gut ist, kann Transformation, Wandel auch einfach unnötige Zerstörung sein. Ein Eindruck Luzern-Festival, im Fernsehen … Ein Steinway Flügel aus Deutschland, ein Orchester aus der Schweiz, ein blutjunger japanischer Pianist, sie spielen eine Sinfonie des Russen Sergej Rachmaninow. Berauschende Musik, Schönheit, das Ergebnis von Zusammenarbeit und unendlichem Fleiß. Der junge Mann lacht, das Publikum erhebt sich, manche weinen. So soll die Welt bleiben, so soll sie wiederhergestellt werden, oder?
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Kontaktschuld? Es hagelte heftige Kritik aus einigen politischen Ecken (z.B. von Frau Künast – Die Grünen ), weil sich Theo Müller, der 83jährige Besitzer von Müller Milch , in Cannes mit Alice Weidel, eine der zwei Vorsitzenden der AFD, getroffen hatte; er habe sich über ihre politischen Überzeugungen informieren lassen wollen, verteidigte sich der Unternehmer. Spenden seien nicht geflossen – das betonten Müller und Weidel unisono. Das Verbot, sich mit Geächteten oder in Ungnade-Gefallenen sehen zu lassen, ihnen Unterschlupf oder Unterstützung zu gewähren, gab es am Beginn der Neuzeit im 16. Jahrhundert (Vogelfreiheit). Das auch als „Kontaktschuld“ bezeichnete, mit Sanktionen bis hin zum Tod belegte „Verbrechen“, gab es im Dritten ebenso wie im stalinistischen Sowjet-Reich. Lesen Sie mal, was Jan Fleischhauer 2019 zur Kontaktschuld im Spiegel geschrieben hat… https://www.spiegel.de/politik/deutschland/mitrechtenfeiern-kontaktschuld-kolumne-von-jan-fleischhauer-a-12577...